Einmal Zivi, immer Zivi, das weckt meinen Samaritereffekt
Heute endete meine Zeit als Zivildienstleistender. Neun Monate Arbeit für die Gesellschaft, nicht für den Staat wohlgemerkt, sind vergangen. Ein weiteres, wichtiges Kapitel endet und macht Platz für viele neue.
Der Zivildienst
Ich habe meinen Zivildienst in einem Nachbardörfchen in einem Alten- und Pflegeheim abgeleistet. Unter dem Dach der Arbeiterwohlfahrt, gegründet aus Kreisen der SPD und später konfessionell und parteipolitisch unabhängig neugegründet, also frei von irgendwelchen staatlichen oder kirchlichen Einflüssen. Für mich war die AWO ein ausschlaggebendes Kriterium für genau diese Stelle, da ich meinen Zivildienst nicht unter irgendwelchen Symbolen leisten wollte, sondern aus dem eigenen Bedürfnis zu helfen. Somit hatte ich in einer Fünftagewoche fast täglich mit alten Menschen, Pflegeleistungen und vor allem dem Altsein beschäftigt. Durchaus wichtige Erfahrungen auf die ich ein klein wenig stolz sein kann.
Die Arbeit
Mein Haupttätigkeit war die Pflegehilfe, speziell jede Menge Küchendienst. Kaffee kochen, Tische decken, Tische abräumen, Essen servieren etc. Natürlich war ich gleichzeitig auch Zivi für alles, ich habe den Köchinnen geholfen, sowie dem Hausmeister und der Sekretärin habe ich auch noch Arbeit abgenommen. Höhepunkt war jeden Tag das Essen auf Rädern im Dorf auszufahren, raus aus der Station, rein in die Haushalte hilfsbedürftiger Menschen. Ebenfalls sehr interessant und spannend.
Das Fazit
Der Zivildienst war richtig. Die Kriegsdienstverweigerung, die Arbeit im Altenheim, die Arbeiterwohlfahrt und der Kontakt mit alten Menschen war im Ganzen einfach richtig. Ich bereue nichts, obwohl ich nichts von diesem Arbeitsalltag ewig machen möchte. Der Tag war keine geistige Herausforderung, ich war erst nach Feierabend theoretisch in der Lage kreativ und online zu arbeiten. Und praktisch einfach nicht wirklich motiviert. Ein unschöner Dauerzustand.
Aber gerade weil es nur neun Monate waren, eine endliche Zeit also, blicke ich doch recht positiv auf die noch frische Erfahrung zurück, freue mich damit abgeschlossen zu haben und plane an den nächsten Kapiteln meiner Zukunft.
Zivi ist schon das Richtige - besser als Bund allemal!
Ich hätte dich reanimiert nur meine Laune war mal wieder defekt.
Na mal schauen ob ich noch zum Zivildienst muss, bis jetzt haben die sich noch nich gemeldet. Aber wenn dann hab ich auch kein Stress mit, ist sicher interessant und vielleicht hab ich Glück und massig Zeit :)
Ich hab mich bewusst für den Zivildienst entschieden und bereu gar nichts, sind wirklich schöne und wichtige Erfahrungen ;-)
Kann ich nur empfehlen.
Sehr treffende Kategorisierung. Ich musste schmunzeln.