Als Grünen-Stammwähler bin ich dankbar, dass die Grünen sich neue Handlungsspielräume erschließen - Hauptsache, sie bleiben sich dabei treu. Aber lieber mit einer moderaten CDU als mit einer populistischen Linken!
@MuGo: “Hauptsache sie bleiben sich treu”. Hm, dabei gibt es doch sicherlich auch genug Grün-Wähler, die zum Beispiel ideologisch nichts mit der CDU zu tun haben wollen. Die Grün wählen, weil sie die CDU nicht haben wollen. Was macht man mit denen?
Tja, das ist nicht mein Problem. Sorry, klingt hart, aber die SPD-Wähler, die sich mit der Agenda 2010 nicht anfreunden konnten, haben sich auch eine neue Heimat gesucht…
Für mich sind die Grünen eine bürgerliche Partei und keine explizit linke; schließlich wird sie von Akademikern und Bauern gewählt. Also sollte die Partei auch für uns Politik machen. Und mir ist das Programm des Hamburger Koalitionsvertrags näher als alle rot-rot-grünen Gedankenspielchen…
Es ist ja schon immernoch so, dass man Parteien wählt, weil man bestimmte Parteien bevorzugt. Die klaren Fronten sind seit dem Wiedererstarken der Linken nunmal passé und es ist quasi schon traumhaft, wenn überhaupt annehmbare Mehrheiten zu Stande kommen und das Ganze nicht wie in Hessen endet.
Dass die Grünen von der CDU kaum mehr trennt als von der SPD ist ja auch nicht erst seit gestern so. Im Endeffekt ist es für die Grünen kontraproduktiv, sich an eine schwächenlnde SPD zu klammern, wenn sie ihre Programme auch mit der CDU durchsetzen können. Dadurch, dass die CDU in Hamburg auf die Grünen angewiesen ist und nicht umgekehrt, sind sie in einer durchaus komfortablen Verhandlungssituation, so dass ich glaube, dass die Konstellationen, die in dieser und den nächsten Wahlen herauskommen werden die kleinen Parteien gegenüber CDU und SPD stärker positionieren, was mit durchaus recht ist, so sehr ich die Grünen anfangs noch für die Verhandlungen mit der CDU gehasst habe. Natürlich hat man Grün gewählt um Beule von Ost zu verhindern. Aber so läuft der Laden eben nicht mehr.
Durchaus richtig, keine Frage. Nur darf man sich auch nicht über Gegenwind aus den eigenen Reihen wundern. Es gibt sicherlich Leute, die sagen: Grün geht nicht schwarz, Punktaus. Was ich durchaus verstehen könnte…
Klar, ich denke da nur an meinen Vater. Der hatte zwar keine Probleme, auf komunaler Ebene mit der CDU zusammenzuarbeiten; aber wenn die Grünen jetzt mit dem gemeinsame Sache machen, der Schill hoffähig gemacht hat, wird er sicherlich nicht vor Freude im Dreieck springen…
Trotzdem, ich bin zufrieden - mit diesem Schritt haben die Grünen die Chance, eine Lücke im Parteiensystem zu schließen, die mir endlich eine politische Heimat gibt und mich nicht länger die Grünen wählen lässt, weil sie das kleinere Übel sind, sondern weil ich linksliberale Politik vorfinde, mit der ich mich zu großen Teilen identifizieren kann.
Ich würd sagen so dunkel #001100
Als Grünen-Stammwähler bin ich dankbar, dass die Grünen sich neue Handlungsspielräume erschließen - Hauptsache, sie bleiben sich dabei treu. Aber lieber mit einer moderaten CDU als mit einer populistischen Linken!
@Markus: *kicher*
@MuGo: “Hauptsache sie bleiben sich treu”. Hm, dabei gibt es doch sicherlich auch genug Grün-Wähler, die zum Beispiel ideologisch nichts mit der CDU zu tun haben wollen. Die Grün wählen, weil sie die CDU nicht haben wollen. Was macht man mit denen?
Tja, das ist nicht mein Problem. Sorry, klingt hart, aber die SPD-Wähler, die sich mit der Agenda 2010 nicht anfreunden konnten, haben sich auch eine neue Heimat gesucht…
Für mich sind die Grünen eine bürgerliche Partei und keine explizit linke; schließlich wird sie von Akademikern und Bauern gewählt. Also sollte die Partei auch für uns Politik machen. Und mir ist das Programm des Hamburger Koalitionsvertrags näher als alle rot-rot-grünen Gedankenspielchen…
Es ist ja schon immernoch so, dass man Parteien wählt, weil man bestimmte Parteien bevorzugt. Die klaren Fronten sind seit dem Wiedererstarken der Linken nunmal passé und es ist quasi schon traumhaft, wenn überhaupt annehmbare Mehrheiten zu Stande kommen und das Ganze nicht wie in Hessen endet.
Dass die Grünen von der CDU kaum mehr trennt als von der SPD ist ja auch nicht erst seit gestern so. Im Endeffekt ist es für die Grünen kontraproduktiv, sich an eine schwächenlnde SPD zu klammern, wenn sie ihre Programme auch mit der CDU durchsetzen können. Dadurch, dass die CDU in Hamburg auf die Grünen angewiesen ist und nicht umgekehrt, sind sie in einer durchaus komfortablen Verhandlungssituation, so dass ich glaube, dass die Konstellationen, die in dieser und den nächsten Wahlen herauskommen werden die kleinen Parteien gegenüber CDU und SPD stärker positionieren, was mit durchaus recht ist, so sehr ich die Grünen anfangs noch für die Verhandlungen mit der CDU gehasst habe. Natürlich hat man Grün gewählt um Beule von Ost zu verhindern. Aber so läuft der Laden eben nicht mehr.
Durchaus richtig, keine Frage. Nur darf man sich auch nicht über Gegenwind aus den eigenen Reihen wundern. Es gibt sicherlich Leute, die sagen: Grün geht nicht schwarz, Punktaus. Was ich durchaus verstehen könnte…
Klar, ich denke da nur an meinen Vater. Der hatte zwar keine Probleme, auf komunaler Ebene mit der CDU zusammenzuarbeiten; aber wenn die Grünen jetzt mit dem gemeinsame Sache machen, der Schill hoffähig gemacht hat, wird er sicherlich nicht vor Freude im Dreieck springen…
Trotzdem, ich bin zufrieden - mit diesem Schritt haben die Grünen die Chance, eine Lücke im Parteiensystem zu schließen, die mir endlich eine politische Heimat gibt und mich nicht länger die Grünen wählen lässt, weil sie das kleinere Übel sind, sondern weil ich linksliberale Politik vorfinde, mit der ich mich zu großen Teilen identifizieren kann.