Hotelzimmer sind von Natur aus unheimlich
Am Mittwoch ging es uns Kino, eigentlich mehr des Abends als des Filmes wegen. Also wurde nicht lang diskutiert und ich hab mich auf „Zimmer 1408″ eingelassen. Bereut hab ich es nicht, kein Stück.
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Horror, Psycho, Triller, heute heißen sie alle gleich und seit Saw ist es auch alles die selbe Suppe. Körperteile werden weniger stilvoll abgetrennt, gegessen, verbrannt, geraucht, gebraten, gebacken, durch die Nase gezogen oder einfach nur zerstückelt. Und das ist dann meist eklig, gruselig und man bekommt Angst. Oder so.
Dieser Film ist zum Glück anders. Die Story ist recht kurz abgefrühstückt: Film nach Stephen King, Autor scheffelt Geld mit schlechten Gruselgeschichten, will in einem Hotelzimmer zwecks Recherche für ein Buch einziehen und erlebt den größten Wahnsinn.
Klingt nüchtern, im Endeffekt ist es auch recht routiniert. Aber sehr unterhaltsam, dieses Zimmer spielt perfekt mit John Cusack und dem Zuschauer. Das Schrecken passiert nämlich subtil, stilvoll und ohne zu platt zu werden. Spannend bis zur letzten Sekunde, ein recht banales Ende, aber einen wunderbahren John Cusack und recht frisch. Kann man sich geben.
Der Fernseher am Internet – Es geht
…über Umwege.
Vor ein paar Monaten hab ich einen längeren Gedankengang angekündigt und kann ihn gleich hier und heute beenden.
Die Frage bleibt: Wie bringe ich Inhalte aus dem Netz an die Glotze? Internet in groß und gemütlich eben.
Wenig überraschend hat Apple da eine Lösung. Von vielen verschmäht und gebasht, hat doch das Apple TV im Grunde alles was man dazu benötigt. Es transportiert iTunes an die Glotze und wird von Apple selbst als iPod für den Fernseher betitelt.
Und genau das ist es, was ich benötige. Viele vermissen Feautures wie ein DVD-Laufwerk bzw. ist ihnen der Umfang der Möglichkeiten für den Preis zu gering.
Nachvollziehbar, doch nicht ganz bis zum Ende gedacht. Schließlich hat der iPod auch kein integriertes CD-Laufwerk, sondern schaufelt sich seine Inhalte ebenfalls über den Rechner aus iTunes. Und so soll es sein, es geht ausschließlich um iTunes, Video-Podcasts und natürlich Filme und Serien. Dazu noch ein YouTube-Plug-In und schon hab ich wieder die Herrschaft über den eigenen Fernseher. Und genau das ist es, was ich suche, im üblichen Apple-Style.
Andere Alternativen, wie zum Beispiel eine PlayStation 3, waren zwar zunächst auch angedacht, aber gerade die PS3 ist ihr Geld im Moment noch überhaupt nicht wert. Sie hat zwar noch weitere Funktionen neben denen eines Media-Centers (irgendwo hab ich mal gelesen man könnte auch mit ihr zocken), doch gerade weil sie nur ein unausgegohrenes Konzept im Moment bietet, ist sie mit Vorsicht zu genießen. Meine Meinung.
Diese Gedanken sind alle noch theoretischer Natur, doch bei dem nächsten Apple TV-Upgrade werde ich zuschlagen. Eine Preissenkung wäre in meinen Augen das beste neue Feauture, ebenso sollten endlich Serien und Filme (im O-Ton!) über den deutschen iTunes-Store kaufbar sein. Aber, wir leben ja in so einer herrlich lizenzierten, globalen und vereinten Welt. Mit Seufzen nicht zu rechtfertigen…
In eigener Sache
Manch einer mag es schon in der Sidebar bemerkt haben: Ja, der Kommerz ist nun auch bei langsam laufen lernen eingezogen, ich verkaufe mich und meine Seele. Entweder über Sachspenden via amazon oder Geldspenden via PayPal. Man wollte mich ja nicht auf ein Hausboot im Hamburger Hafen einsperren und mit Geld beglücken, also muss es eben so mit dem Reichtum funktionieren.
Im Ernst: Dieser Hinweis geht vor allem an meine faulen treuen Feedleser. Wem gefällt, was es hier zu sehen gibt, darf sich gern spendabel zeigen. Alle anderen raus hier! Dankeschön.
Dafür werden Filme gemacht
Noch ein Stöckchen. Filme, aaye!
1) Ein Film, den du mehr als zehnmal gesehen hast…
Vermutlich Donnie Darko. Und womit? Genau, mit Recht!
2) Ein Film, den du mehrfach im Kino gesehen hast…
Schuh des Manitu hab ich in beiden Versionen gesehen. Und Spiderman, der erste Teil hat mir schlichtweg die Schuhe ausgezogen, die musste ich beim zweiten Mal im Kino wiederfinden.
3.) Schauspieler, wegen denen du eher geneigt wärst, einen Film zu sehen…
Edward Norton (=Gott), Jim Carrey und Jet Li. Hugh Grant, aber an seine Filme trau ich mich grundsätzlich nicht allein heran…
4.) Ein Schauspieler, wegen dem du weniger geneigt wärst, einen Film zu sehen…
Puh. Gibt es wohl nicht wirklich einen. Macht Basti mittlerweile auch schon Filme?
5.) Ein Film, aus dem du regelmäßig zitierst…
Sind vermutlich eher Serien. Fällt mir nüscht weiter zu ein.
6.) Ein Filmmusical, von dem du alle Texte der darin gesungenen Songs auswendig weißt…
Filmusical? Merkst selber, ne?
7.) Ein Film, bei dem du mitgesungen hast…
Alter, in Filmen wird nicht gesungen. Da wird gestorben, gehauen, geschossen und geliebt. Aber nicht gesungen…
8.) Ein Film, den jeder gesehen haben sollte…
Garden State, Donnie Darko, Die Truman-Show, Fight Club und American History X.
9.) Ein Film, den du besitzt…
In der heutigen Zeit besitzt man weniger die Filme, als die temporären Nutzungsrechte für den privaten Hausgebrauch auf einem käuflich erwerblichen Datenträger. Ich liebe Marketingsprech.
Ja, doch, ich hab sowas auch.
10.) Ein Schauspieler, der seine Karriere nicht beim Film startete und der dich mit seinen schauspielerischen Leistungen positiv überrascht hat…
Nochmal: Spielt Basti in Filmen mit? Achso, positiv überrascht. Dann nein.
11.) Schon einmal einen Film in einem drive-in gesehen?
Was ist ein Film?
12.) Schon mal im Kino geknutscht?
Was ist ein Kino?
13.) Ein Film, den du schon immer sehen wolltest, bisher aber nicht dazu gekommen bist…
Zu viele, nenn mir einen Klassiker und ich sage dir, dass ich ihn bald nachholen muss…
14.) Hast du jemals das Kino verlassen, weil der Film so schlecht war?
Nö.
15.) Ein Film, der dich zum weinen gebracht hat…
Männer weinen nicht!
Also ja, und zwar bei „Eternal Sunshine of a spotless Mind„.
16.) Popcorn?
Fritten! Was spielen wir?
17.) Wie oft gehst du ins Kino?
Zu selten und oft genug.
18.) Welchen Film hast du zuletzt im Kino gesehen?
Müsste ebenfalls Rush Hour 3 gewesen sein.
19.) Dein Lieblingsgenre?
Alles außer Musicals. In your face!
20.) Dein erster Film, den du im Kino gesehen hast?
Muss wohl Casablanca anno 1942 gewesen sein.
Was ist das für eine Frage, ich weiß doch nicht einmal mehr was ich gestern zum Abendessen hatte…
21.) Welchen Film hättest du lieber niemals gesehen?
Casablanca anno 1942. Die Special-Effects waren zu sehr vom frühen Roland Emmerich abgekupfert…
22.) Der merkwürdigste Film, den du mochtest?
Mochtest? Also jetzt nicht mehr mag?
Vermutlich Bastis Lebensgeschichte in drei Teilen. Gähnend langweilig, schon gleich bei der Geburt.
23.) Der beängstigendste Film, den du je gesehen hast?
Der eine Film mit Paris Hilton. Ohgottohgohttohgott.
24.) Was war der lustigste Film, denn du je gesehen hast?
Bastis Lebensgeschichte in drei Teilen.
Ich werfe das Stöckchen dem Basti, dem Markus, der Lena und dem Risk zu. Viel Spaß damit.
Das Ende vom Anfang
Das Archiv in der Sidebar zeigt es: Mittlerweile gibt es langsam laufen lernen ein volles Jahr.
Es ist erstaunlich, wie schnell die Zeit vergeht.
Aus dem Anlass hab ich mich mal wieder ein wenig durch das alte Blog gewühlt, ebenfalls erstaunlich, was man vor diesem Jahr noch für Bullshit getrieben hat. Erstaunlich, aber nicht verwunderlich. Schön das.
Ein Jahr und noch viel vor, ein Jahr und ein weiteres Blogprojekt, ein Jahr und viel gesehen und geschehen. Noch schöner das.
Kein bisschen müde, sondern verdammt hungrig.
With the color of your skin, you won’t be getting into the Promised Land
In den letzten Tagen habe ich ein neues Wort und einen neuen Zusammenhang gelernt. Das Wort heißt „Konvertiten“ und diese sind anscheinend alle böse. Erzählt man sich.
Wobei ein Konvertit sicherlich nicht böse ist, wenn er zum Buddhismus übertritt. Dann ist er meist ein Hollywood-Schauspieler und hat zu viel Geld. Tritt wer aber zum Islam über ist er potenziell gefährlich und gehört überwacht. Juden sind ja eh schon durch den Tod eines Heilands gestraft, die lässt man in Ruhe. Hundis kennt eh kein Mensch und wer zum Christentum bekehrt wird hat alles richtig gemacht. Konvertit bleibt aber Konvertit, wobei manche eben böse und viele gut sind. Die Bösen bauen dann Bomben, wobei die Guten dieses verhindern wollen. Also will man ihnen diese Arbeit erleichtern, indem man alle Namen der Konvertiten sammelt. Natürlich nur der bösen Konvertiten.
Trotzdem frage ich mich, was man nur mit den bösen Menschen anstellt, die einfach schon immer im bösen Lager waren und nie gewechselt sind. Vielleicht könnte man das ja einfach im Ausweis vermerken, so würde es die Einreise in so viele Länder auch erheblich erleichtern bzw. verkürzen.
Achja, Politik ist so ein schwieriges Feld, zum Glück überlasst man solche Probleme lieber Menschen, die gar nicht erst auf solch’ unsinnige und vielleicht sogar gefährliche, in manchem Fällen satirische Gedanken kommen. Sondern besonnen und ganz rational an solche Themen gehen. Zum Glück.
Streetart mal anders
Husum ist die Geburts- und Schaffensstadt Theodor Storms, unser größter und wichtigster Mann hier oben. In der Schule läuft man ihm zwangsläufig über dem Weg, nicht nur, weil eines der Gymnasien nach ihm benannt wurde, sondern wie in meinem Falle durch einen großen Fan in Form eines Philosophielehrers. Leider kam ich aber nie wirklich in Berührung mit seinen Texten.
Bis heute. Denn, wer auch immer Urheber dieser Aktion ist (ich vermute meinen ehemaligen Lehrer dahinter, der sich viel und stark für Theodor Storm einsetzt) gehört mit Applaus überschüttet. In der gesamten Innenstadt hängen nämlich solche Schilder, vermutlich aus einem Briefwechsel zwischen ihm und einer Liebschaft. Und jedes einzele ist einfach nur großartig! Weil es da ist. Inmitten von Menschen, Bushaltestellen, Verkehrsschildern und Plakaten. Direkt auf der Straße, direkt in den Augen der Leute. Und das ist schlichtweg großartig, weil man gar nicht anders kann als sie alle zu lesen und lieben. Anders, als es in der Schule je der Fall sein kann. Wirklich, wirklich großartig und hoffentlich nicht so schnell wieder weg…
Guck das!
Die bessere Hälfte bloggt nun auch und wirft gleich mit Stöckchen um sich. Schwerpunkt ist US-TV-Serien.
1.) Schaust du regelmäßig TV Serien?
In unregelmäßiger Regelmäßigkeit. Viel zu oft, für meinen Geschmack dennoch zu selten. Im Grunde aber immer, wenn sich Zeit finden lässt.
2.) Was macht für dich eine gute Fernsehserie aus?
Ich lache gern und liebe es zu grübeln. Wenn beides gleichzeitig geht, hat mich eine Serie überzeugt.
3.) Gibt es eine Serie, für die du alles stehen und liegen lässt?
Ebenfalls Scrubs. Und Dittsche schafft es auch meistens.
4.) Und welche geht überhaupt nicht?
Gute Frage. Eine Serie muss für mich originell sein. Irgendwie. Zu viel Gehype kann mich aber vorsichtig machen. Oder so.
5.) Kaufst du Serienstaffeln auf DVD oder Video?
Die besten.
Das Stöckchen fliegt weiter an ben_, die Raecherin, Lena, Risk und PlayStar. Die altbekannte Truppe also.

