Will the scars go away with night?
Im Moment ist irgendwie der Wurm drin. Ich komme im Moment auf keinen klaren Gedanken, als wäre wer wie ein Elefant durch meinen Kopf gerast und hätte fein säuberlich sämtliche Ordnung durchgewühlt. Ich finde einfach nichts wieder.
Abitur? Ja klar, scheiße ist das heftig, aber mir fällt nix dazu ein. Zivildienst? Ja klar, auch ne Menge geregelt und so, aber mir fällt dazu auch einfach nix ein. Musik? Ja klar, auch eine Menge dazu im Kopf, aber mir fällt auch dazu einfach nix ein. Und nun rate mal, was mir zum Thema Web 2.0 einfällt? Richtig, nix, obwohl das alles im Moment durch meinen Kopf fegt. Wie ein heftiger Sturm. Dabei würde ich gerne mal wieder was richtig Großes machen. Text. Bild. Wasauchimmer!
Glück gibt es überall, bestimmt auch hier – es liegt an dir
Sollte man sich definitiv auf der Zunge zergehen lassen und öfter hören, dem Farin Urlaub sein „Porzellan“!
A wicked mind is a weapon of mass destruction
Ich bin kein guter Freund von Krankheiten. Ich mag sie einfach nicht. Ein Beinbruch, okay, kann passieren. Aber alles was im Kopf abgeht ist einfach scheiße. Deswegen reicht mir schon eine kleine Grippe, um mich in den Wahnsinn zu treiben. Kopfschmerzen, die einfach nicht weg gehen wollen, man selbst wird jedes klaren Gedankens entmächtigt und auf das Niedrigste reduziert. Die eigene Existenz. Man ist einfach nur da und sieht sich selbst dabei zu, wie jeder Gedankenblitz in Stroh einschlägt. Ganz furchtbar sowas, dabei wollte ich doch über so vieles Nachdenken und Schreiben.
Ein einziger freundlicher Blick macht manchmal wieder alles gut
Die Sportfreunde Stiller singen in „Siehst du das genauso?“, man solle mehr aufeinander schauen.
Und fragen: „Sag, wie geht’s dir eigentlich?“
Ich frage: „Geht’s dir da genauso?“
Das war ich
So haben wir aber nicht gewettet. Echt nicht.
Naja, gut, okay, ich war mir am Samstag schon im Klaren, dass der Abend wieder einmal am nächsten Morgen nur in Fragmenten und großen Kopfschmerzen existieren wird. Den Deal bin ich aber gerne eingegangen.
Nur welcher Affenarsch ist dafür verantwortlich, dass sich mein Kater still und heimlich in eine Erkältung verwandelt hat? Hä? Was? Ach, Klappe zu…
Fahr’ mich einfach nach Hause, frag nicht nach morgen
An so einem Sonntag, ja, genau so ein Sonntag wie heute, weiß ich nie wohin mit dem Kopf, oben, unten, hinten, vorne, nenn’ es wie du willst. Der Tag ist ja noch lang, also erst einmal Musik tanken. Danke Click Click Decker und „Wer hat mir auf die Schuhe gekotzt“. Genau so fühlt sich der Tag an.
And I never meant to cause you trouble
Musik ist der Soundtrack für das eigene Leben. So handhabe ich es zumindest. Ich bin immer gerüstet und auch in den unpassensten Situationen habe ich auf einmal einen Song im Kopf. Und kriege ihn dann nicht mehr raus, bis ich ihn gehört habe. Manchmal passt es zur Situation, manchmal nicht. Ja, sogar im Schlaf passiert mir so etwas und ich wache am nächsten Morgen mit einem Ohrwurm auf.
So erging es mir auch vor fünf Minuten, ich habe mir noch einmal die letzte Folge der zweiten Staffel Six Feet Under angeschaut und auf einmal war er da. Der Song, so passend zur Szene, so laut im Kopf. Coldplay mit „trouble“. Eine riesige Nummer, ein Niveau, das viele Bands nie erreichen werden. Der Song schwankt so sehr zwischen Selbstmitleid und einer erwartenden Entschuldigung, dass es eine reine Freude ist. Bei jedem Hören warte ich auf dieses kleine Wörtchen „sorry“, das bereut und bedauert. Aber es kommt nicht, es gehört da einfach nicht hin. Weil es nichts zu bedauern gibt. Nichts zu entschuldigen. Nur ein „Das wollte ich nicht“. Das wollte ich nicht. Großartig!
Was denkst du, denkst du etwa du bist imun dagegen? Jeder stirbt irgendwann, jeder Mensch!
Die erste Staffel Six Feet Under hat mich ja schon sehr begeistert, jetzt ist auch schon die zweite Staffel durchgeschaut.
Viel ist passiert, endete die erste Staffel noch in einem Moment des Angekommenseins für alle beteiligten, drohen nun alle Fortschritte und Errungenschaften zu zerbrechen. Sämtliche Beziehungen der ersten Staffel liegen in Trümmern und der Tod droht gegen Ende wieder einmal in der Familie Fisher einzukehren. Verfluchter Cliffhanger.
Das Leitmotiv der zweiten Staffel wird wohl Veränderung und Vergangenheit sein, viele Exen kommen und gehen und das Leben der Charaktere will einfach nicht stehen bleiben. Doch auch die Nebencharaktere kommen mehr und mehr zur Geltung und bekommen einen ganzen Batzen Tiefgründigkeit verpasst.
[YouTube DirektZusammenschnitt]
Mit der zweiten Staffel steigert sich die Serie nochmal gewaltig, es ist eine wahre Freude und manchmal auch Sucht den Charakteren bei ihrem oft tragischen Scheitern zuzuschauen. Ich bin gespannt, wie es weiter geht, drei Staffeln warten noch auf mich…
Leider wurde bei der DVD selbst etwas gespart, die Menüs sind nicht mehr animiert und die Box selbst ist auch eher von billiger Qualität. Schade, kann der Serie selbst aber nicht weiter schaden…
Touch it, bring it, obey it, watch it
Die grandiosen Männer Maschinen hinter Daft Punk mit dem ebenso grandiosen „Technologic“.
Und nochmal im „Vitalic Remix“
Poor Leno, where you’ll be, I’ll go
Auf die Band Röyksopp bin ich vor etlichen Jahren gestoßen. Es muss wohl im Jahr 2002 gewesen sein, als sie relativ viel Airplay und Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit hatten, allen voran beim Musiksender Onyx.tv (R.I.P.). Das Video zu Poor Leno wurde dort rauf und runter gespielt und ich begann jedes Mal für Freude zu hüpfen. Metaphorisch.
Der Höhepunkt dieses Hypes war wohl der grandiose Auftritt bei den MTV-Europe-Music-Awards mit dem Song. Von da an hat sich mir der Name in den Kopf gebrannt und die Platte stand immer irgendwo auf meiner „Haben-Muss-Liste“. Sehr, sehr lange stand sie da. Letzte Woche habe ich mir dann endlich „Melody A.M.“ gegönnt und bin hellauf begeistert. Die Platte läuft und läuft, natürlich sind die ersten Anspielstationen immer die Singles, allen voran das grandiose „Eple“. Aber auch der Rest des Albums ist mehr als hörbar, perfekte Chillout-Mucke für auf der Couch mit Tee, während draußen die Welt im Schneematsch versinkt. Oder eben für Draußen, wenn alles unter einer Schicht weißen Glückes verhüllt ist. Bei jedem Song streift das innere Auge in einen Höhenflug durch die Ebenen Norwegens, eben genau so, wie im Video zu „Poor Leno“. Wenn Musik Kopfkino sein kann, dann ist „Melody A.M.“ der Reisebreicht eines Schneeadlers durch Norwegen. Grandioses Werk, grandiose Band.
